NABUTOP

Im Jahre 2003 wurde das Projekt NABUTOP aus der Taufe gehoben, eine Fläche an den Angermunder Baggerseen,  die mit Unterstützung durch die Untere Landschaftsbehörde der Stadt für den Naturschutz gepachtet wurde. Das 15.000 qm große Areal, davon 4000 qm Flachgewässer, ist Teil einer früheren Auskiesung und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Es wird im Freirauminformationssystem der Stadt Düsseldorf als sehr wertvolles Biotop aufgeführt, mit Vorkommen Roter-Liste(RL)-Arten sowie als Fläche mit Bedeutung für den Biotopverbund.

Das Pachtgelände des NABU-Stadtverbands Düsseldorf ist Heimat von 30 Brutvogelarten, darunter der RL 3-Arten Nachtigall und Teichrohrsänger. Als Gastvögel wurden u.a. Bekassine, Braunkehlchen, Kornweihe, Rotmilan und Waldwasserläufer beobachtet.

Eine Kartierung der Amphibienbestände ergab eine erstaunliche Artenvielfalt . U.a. konnte eine beachtliche Population der Kreuzkröte (FFH-Art) festgestellt werden.

Im Rahmen einer Vegetationsuntersuchung im Jahr 2004 wurden u.a. Vorkommen von Schwanenblume, Weißer Seerose, Blasensegge, Froschbiss und Kleinem Wasserschlauch nachgewiesen. Alle diese Arten sind in der Roten Liste von NRW aufgeführt und werden als gefährdet eingestuft.

Mitglieder bei der ArbeitDer größte Teil des NABUTOPs soll der Eigendynamik überlassen bleiben. Für den ca. 700 qm großen Flachwasserbereich wurde ein Pflege-und Entwicklungsplan erarbeitet, der vorrangig dem Ziel dient, Lebensraum für Amphibien, Libellen und Friedfische zu sichern und zu erhalten.

Das NABUTOP liegt nach dem geänderten Flächennutzungsplan mitten im Plangebiet für den Golfpark Kalkum. Laut Planungsvorgaben sollen jedoch die Seen und Uferbereiche des Gebiets, darunter auch das NABUTOP, als Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Erhaltung von Natur und Landschaft ausgewiesen werden.

Ausführlich zum Projekt: Alfred Leisten, NABUTOP, Grundlagendokumentation, Untersuchungen, Pflege-und Entwicklungsplan, 54 Seiten. Die Ausarbeitung kann beim NABU-Stadtverband Düsseldorf bezogen werden.

Lageskizze

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