Ornitho.de soll einen aktuellen Überblick über das vogelkundliche Geschehen in Deutschland und Luxemburg geben und im Verbund mit anderen ornitho-Systemen in einen europäischen Zusammenhang stellen. Es soll darüber an der Vogelwelt Interessierte zusammenführen, Menschen für die Avifaunistik begeistern und die Umweltbildung unterstützen. Die in ornitho.de versammelten Daten werden in geprüfter Form für wissenschaftliche Auswertungen bereitgehalten und im Sinne des Naturschutzes eingesetzt. Weiteres erfahren Sie unter www.ornitho.de

Die OAG des NABU Düsseldorf stellt sich vor

Die Vogelwelt ist ein aussagekräftiger Indikator für den ökologischen Zustand einer Landschaft mit ihren vielfältigen Lebensräumen.

Zuständige Behörden, deren Aufgabe der Schutz, die Erhaltung und Erweiterung dieser Lebensräume ist, sind auf feldornithologische Beobachtungen der Naturschutzverbände mit ihren ehrenamtlichen Vogelkundlern vielfach angewiesen.

Eine Abschätzung der Bestände der Brutvögel Düsseldorfs im letzten Jahr zeigte, dass im Zeitraum von 2001 bis 2014 zum Teil erhebliche Bestandsveränderungen stattfanden. Von den 114 Arten, die 1995-2001 erfasst wurden, zeigen 25 Arten einen negativen bis stark negativen Trend, acht Arten sind momentan nicht mehr nachweisbar: Uferschwalbe, Birkenzeisig, Reiherente, Tafelente und Turteltaube waren schon 2001 selten und zeigen landesweite negative Trends; Großer Alexandersittich, Mandarinente und Streifengans waren als Neozoen (vom Menschen angesiedelte Neubürger) auch 2001 nur mit höchstens einem Brutpaar vertreten.

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt.

Jeder Jahresvogel ist Botschafter für ein aktuelles Naturschutzproblem. Beim Habicht ist es die illegale Verfolgung von Greifvögeln in Deutschland. Abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag, obwohl die Jagd auf ihn seit den 1970er Jahren verboten ist.

Am 14. September 2014 fuhren 14 Vogelfreundinnen - und freunde bei herrlichem Wetter mit dem NABU zu einer Exkursion in die Münsteraner Rieselfelder.

Der Austernfischer (Haematopus ostralegus) ist ein Watvogel, der in Deutschland schwerpunktmäßig die Nordseeküste besiedelt, aber entlang der Flussniederungen auch ins Binnenland einwandert.

Am Freitag , dem 13. Juni 2014, haben sich 24 Vogelfreunde zu ungewohnter Zeit abends um 19.00 Uhr vor dem Eingang zum ehemaligen Munitionsdepot Brüggen mit Stefanie Pleines von der Biologischen Station Krickenbecker Seen bei idealen Wetterbedingungen getroffen.

Am Samstag, den 16.November, trafen sich morgens 14 Vogelfreunde zu einer Exkursion des NABU Düsseldorf in die Rheinauen nördlich von Duisburg.

Bei der Fahrt durch den Orsoyer Rheinbogen waren bereits Scharen von Gänsen im Nebel auf den Feldern zu erkennen.

Eine besorgte Vogelfreundin meldete dem NABU Düsseldorf, sie sehe am Futterhäuschen immer mehr Grünfinken, die merkwürdig aufgeplustert seien und jede Scheu verloren hätten. Damit besteht der Verdacht, dass nunmehr auch in unserer Stadt ein Grünfinkensterben ausbrechen könnte. Ursache ist der Erreger Trichomonas gallinae, dem 2009 rund 80000 dieser Vögel zum Opfer fielen. Nach dieser großen Epidemie traten auch in den folgenden Jahren an Futterstellen immer wieder sterbende Grünfinken auf und wurden im Sommer dieses Jahres verstärkt aus Süddeutschland gemeldet. Es wurde vermutet, dass die warme Witterung die Infektionsgefahr verstärkt hatte. Der jüngste Verdachtsfall in Düsseldorf lässt befürchten, dass diese Gefahr sich auch nach Norden ausbreitet und nicht auf die warme Jahreszeit beschränkt ist.

Lange hatte es den Anschein, als sei der Weißstorch (ciconia ciconia) als Brutvogel in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. Aber es geht aufwärts mit dem Wappenvogel des NABU: In diesem Jahr gibt es in NRW wieder 130 Brutpaare. Auch im Düsseldorfer Raum nehmen die Beobachtungen zu.

Jahresbericht 2012

Seit 2005 bemüht sich die OAG verstärkt um den Steinkauz (Athene noctua).

Die Mönchsgrasmücke wird in der Fachliteratur allgemein als landesweit die häufigste Grasmückenart beschrieben.

Für Düsseldorf wurde der Bestand auf 1200 - 1700 Brutpaare eingeschätzt (LEISTEN, A. 2002, Die Vogelwelt der Stadt Düsseldorf). Ihre ausgesprochene Brutort- und Geburtsortreue ist schon sprichwörtlich:

elsternDie Elster hat in der Bevölkerung keinen guten Ruf. Es wird behauptet, sie sei ein schädlicher Bruträuber und gefährde die Singvögel, zumal ihre Bestände immer größer würden. Daher wird die Bejagung der Elster in den Bundesländern zunehmend genehmigt, obwohl sie zu den geschützten Vogelarten gehört. Im Jagdjahr 2009-2010 wurden allein in Nordrhein-Westfalen 40.000 Elstern abgeschossen. Doch diese schönen und intelligenten Vögel werden zu Unrecht verfolgt. Die Verurteilung der Elster beruht auf unhaltbaren Behauptungen und Vorurteilen, die durch folgende Tatsachen widerlegt werden:

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