Jahresbericht 2012

Seit 2005 bemüht sich die OAG verstärkt um den Steinkauz (Athene noctua).

Um das Überleben der heimischen Steinkauzpopulation langfristig zu sichern, ist die Kenntnis der geeigneten Lebensräume von elementarer Bedeutung. Genauso wichtig sind steinkauzgerechte Grünlandnutzung durch Mahd oder Beweidung. Da nach unseren Erkenntnissen die bekannten Kopfweiden als Brutbäume oft überbewertet werden, hat die OAG in geeigneten Steinkauzlebensräumen auf Düsseldorfer Stadtgebiet verstärkt Nisthilfen angebracht. Damit stehen dem Steinkauz zurzeit 30 Nisthilfen zur Verfügung.

In den weitgehend natürlichen Steinkauzlebensräumen der Urdenbacher Kämpe und im NSG Himmelgeist mit seinen vielen Kopfweiden und dem umgebenden Grünland sind noch keine Nisthilfen eingebracht worden. Aber auch hier könnten sich geeignete Nisthilfen positiv auswirken.

Während in Himmelgeist ein Rückgang der Brutpaarzahlen zu beobachten ist und auch in der Urdenbacher Kämpe der Bestand auf niedrigem Niveau verharrt, konnten auf dem Golfplatz an der Lausward in den sieben Nisthilfen wieder vier Brutpaare mit insgesamt 16 Jungvögeln nachgewiesen werden.

Somit kann für Düsseldorf wieder eine positive Bilanz gezogen werden, denn mit zehn sicheren Brutpaaren und den nach Methodenstandards wahrscheinlich brütenden 13 Brutpaaren ist im Jahr 2012 wieder ein guter Steinkauzbestand in der Stadt festgestellt worden.

Erstmals wurden zwei Beringungsaktionen auf dem Golfplatz im Hafen von der ULB durchgeführt. Dabei konnten am 08.03.12 insgesamt 5 Altvögel beringt werden und am 29.05.12 die schon erwähnten 16 Jungvögel (siehe dazu auch Betrag Steinkauzberingung).

Sorge bereitet immer noch die Tatsachen, dass die Betreuung der Nisthilfen nur auf wenigen Schultern ruht. Gebietsbetreuer sind weiterhin gesucht.

Foto: Golfplatz, Rolf Awater

Additional information